Alle Beiträge von Andreas Renner

Rosi und Moppi

 – das vorsichtige Duo

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Update: 20.01.2018
Leider ist Rosi heute über die Regenbogenbrücke gegangen. Sie musste wegen akutem Organversagen eingeschläfert werden.

Das Geschwisterpaar wurde 2006 geboren. Sie lebten bei einem älteren Ehepaar mit zwei weiteren Katzen auf einer Diele unter spärlichen Lichtverhältnissen.  Durch dieses isolierte Leben wurden sie sehr scheu und ängstlich. Der Kontakt zum Menschen war ebenfalls sehr eingeschränkt, Vertrauen zum Menschen … Fehlanzeige.

Im Rahmen der Haushaltsauflösung haben wir die beiden dann bei uns aufgenommen. Aber da fingen die Probleme schon an, wie sollte man die zwei in die Box bekommen? Anfassen ging ja nicht, auch nicht von den Betreuern. Also hieß es erstmal in einer Lebendfalle füttern. Solange bis sie sich daran gewöhnt hatten. Dann wurden die Fangaktionen gestartet … tja wie sollte es auch anders sein, keiner ging in die Falle – Vorsicht Pur. Es war ein hartes Geduldsspiel, aber schließlich hat es doch geklappt.

Der erste Weg ging direkt zum Tierarztcheck, Kontrolle des Allgemeinzustandes, impfen, entwurmen und entflohen. Danach ging es dann in ihr neues Refugium.

Hier trauten sie sich nur im Dunkeln aus ihren Verstecken. Gefressen wurde auch nur nachts, zu groß war die Angst! Besonders Moppi hatte massive Angst vor dem Menschen. Manchmal sahen unsere Helfer nur noch einen Blitz der in einer Höhle verschwand … na wenigsten lebte er noch.

Mit der Zeit konnte man kleine Fortschritte feststellen. Rosi lies sich des Öfteren blicken und schaute einen mit frechem Gesicht aus der Höhle zu. Neugierig ist sie, das kann man nicht anders sagen. Moppi hat seinen Lieblingsplatz ganz oben auf dem Kratzbaum entdeckt. Und jetzt konnte man sehen warum er so heißt … er ist etwas aus den Fugen geraten. Irgendwann mal wurde aus seinem Fluchtverhalten ein „ICH STELLE MICH TOT“ Verhalten. Wenn man das Zimmer betrat blieb der arme Kerl wie versteinert auf seinem Kratzbaum liegen … er kauerte regelrecht oben drauf. Nur seine Augen bewegten sich, mit denen wurde jeder Schritt genau verfolgt. Dank unserer Helfer die sich immer wieder viel Zeit für Rosi und Moppi genommen hatten, wurden sie immer mutiger. So stellte sich dann heraus das Rosi sehr genau weiß was sie will bzw. was sie nicht will.

An eine mögliche Vermittlung hatten wir nicht mehr geglaubt, aber wir wurden eines Besseren belehrt. Im Rahmen unserer Tierheimauflösung hatte sich jemand bereit erklärt die beiden aufzunehmen. Wie sich heraus stellte lag hier viel Erfahrung im Umgang mit scheuen Tieren vor. Einen besseren Platz hätten die beide nicht haben können. Dort wurde Rosi nochmal zugänglicher und mutiger. Moppi war immer noch sehr verhalten, genoss aber die Besuche auf dem Balkon … aber nur wenn kein Mensch in der Nähe war. Soweit reichte es dann doch noch nicht. Leider mussten die beiden aus Gesundheitlichen Gründen der neuen Besitzer wieder bei uns aufgenommen werden.

Man merkte schnell das beide Katzen im Umgang mit dem Menschen inzwischen einiges gelernt hatten. Ängstlich oder besser vorsichtig waren sie immer noch. Aber bei Menschen die regelmäßig die beiden besuchten, tauten sie immer weiter auf. Sie waren nicht mehr nur im Dunkeln aktiv, nein sie schauten auch morgens wer da was von ihnen wollte. Mit der Zeit fraßen sie schon während man noch im Raum stand … ein riesen Fortschritt. Man macht ja so einiges um den Katzen zu helfen. Dazu gehört auch das man den Miezen ein Ohr abkaut … man quatscht sie regelrecht zu. Und unser Moppi … er antwortet. Ganz leise aber er redet mit uns, welche eine Freude.

Inzwischen werden bekannte Fütterer an der Tür abgeholt. Man wartet gespannt auf die Füllung der Teller. Und wehe das geht nicht schnell genug, dann langt Rosi schon mal mit der Pfote hin. Ihre Art zu sagen „nun mach mal hinne“. Moppi drückt sich immer von einer Seite auf die andere und wartet ungeduldig das man zur Seite geht. Er ist immer sehr aufgeregt und tänzelt förmlich aber frisst, selbst wenn man sich vor ihm hinhockt. Anfassen … das üben wir noch. Da ist Rosi schon weiter. Sie hatte Verfilzungen auf dem Rücken. Was also tun? Kämmen üben … nicht ganz so einfach. Aber sie hatte es verstanden und mit Bestechung erträgt man so einiges. Aber nur bis der Filz weg war, danach nicht mehr … bin ja nicht blöd. Nun steht jeden morgen kämmen auf dem Programm, damit das zur Routine wird und streicheln. Oh ja, dem einen oder anderen erlaubt sie es, dass er ihr mit der Hand über das Fell streicht. Aber bitte nicht die Hand von vorne nähern … dann kommt die Skepsis und die Pfote.

Beide Katzen haben mit Struvitkristallen (Kristalle in der Blase) zu kämpfen. Sie bekommen daher spezielles Trockenfutter um die Bildung der Kristalle zu verhindern. Damit die beiden nicht einfach den Staubsauger anschalten und das Trofu inhalieren gibt es das Futter in ein Funboard. Nun sind sie mit dem Kopf und den Pfoten beschäftigt. Und das fressen dauert auch länger als eine Minute. Unser Moppi darf sehr stolz auf sich sein … er hat inzwischen ordentlich abgenommen und ist jetzt nur noch ein Mo.

Auf Grund ihrer Vorgeschichte und des Verhaltens ist eine Vermittlung nahezu unmöglich. Daher wünschen wir uns Paten, die Rosi und Moppi dabei unterstützen möchten ihren Lebensabend bei uns verbringen zu dürfen.

Allgemeine Patenschaft

Dies ist die Form der Patenspende, die unseren zahlreichen Katzen an den Futterstellen zugute kommt.

Hier kommen Insider-Infos von Bibi, geboren als Streuner, jetzt mit festem Schlafplatz und Bewirtung an einer unserer Futterstellen.

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Ich bin Bibi. Ich möchte von unserer Futterstelle berichten.

Der Katzenschutzbund unterstützt in Osnabrück und der Umgebung zahlreiche Futterstellen. Wir bekommen unser Essen und werden, falls nötig, tierärztlich versorgt. Jedes Jahr werden sehr viele Tonnen Futter für uns Streuner benötigt. Aber Streuner sind wir schon lange nicht mehr. An den Futterstellen haben wir unser Zuhause gefunden. Wir sind alle kastriert und leben in einer Gruppe.

Ich lebe auf einem Campingplatz. Hier wurden im Laufe der Jahre immer wieder Katzen ausgesetzt. Manchmal sogar werdende Mütter, die ihre Babies dann hier geboren haben. Auch meine Mama wurde hier ausgesetzt und ich bin hier geboren. Meine Geschwister sind alles Jungs. Da ich die Kleinste war, hat man mich einfach nur Baby genannt. Schon seit vielen Jahren bin ich kein Baby mehr und heiße jetzt Bibi.

Wir sind hier auf dem Platz zwei Katzengruppen mit insgesamt 16 Katzen. Wir haben unseren Platz wo es zweimal täglich etwas zu essen gibt. Und natürlich gibt es bei dem einen oder anderen Camper auch manchmal eine Zwischenmahlzeit. Jetzt im Winter sind es allerdings nicht so viele Zwischenmahlzeiten, denn es sind viel weniger Menschen hier.

Zur kalten Jahreszeit haben wir alle ein wunderbar dichtes Winterfell bekommen. Kälte und Schnee können uns nichts anheben. Auch der blöde Regen braucht lange, bis er durch unser Fell kommt. Wenn es zu arg wird, haben wir alle ein trockenes Plätzen, wohin wir uns zurückziehen können.

Mit eurer Patenspende helft ihr uns und vielen andere Katzis, die an Futterstellen ein Zuhause gefunden haben. Danke.

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Max

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Harte Schale, weicher Kern

Max hat sich mindestens drei Jahre auf einem Friedhof und dem Umfeld durchschlagen müssen. Dabei hat er sein Revier bei so manchen Kämpfen sehr erfolgreich verteidigt, was man an einigen Kerben am Ohr deutlich sehen kann.

Die Streuner dort in der Gegend, Max ist ja nicht der einzige Straßenstreuner, werden von zwei sehr tierlieben Menschen mit Futter versorgt. Nachdem Max dort auftauchte wurden zahlreiche Fangaktionen unternommen, um ihn kastrieren zu lassen.  Leider hat er jede Falle ignoriert, jeder Versuch misslang. Er war wie viele Straßenkatzen äußerst misstrauisch allem fremden gegenüber und blieb immer auf Abstand.

Eines Tages tauchte Max dann verletzt an der Futterstelle auf. Er humpelte sehr stark und es wurde immer schlimmer, man vermutete einen Autounfall. So wurde der nächste Versuch gestartet ihn einzufangen und beim Tierarzt versorgen zu lassen. Aber es war noch nicht schlimm genug, er wollte sich nicht fangen lassen. Die Sorgen um den Kater wuchsen, denn inzwischen war von einem einst stattlichen Kerl nur noch ein mageres Kerlchen geblieben. Im Juni 2017 gelang es dann endlich. Er war so erschöpft, dass er mit einem Käscher gefangen werden konnte.

Beim Tierarzt wurden dann zahlreiche Untersuchungen angestellt, Röntgen, Blutuntersuchungen, und selbstverständlich auch die Kastration, wenn er denn schon mal da ist. Knochenbrüche wurden dabei nicht festgestellt, so dass wir immer noch nicht die Ursache gefunden hatten. Deshalb und bis die Blutergebnisse vorliegen, sollte Max zur Beobachtung bei uns bleiben. Geplant waren 14 Tage, das gab uns auch die Zeit seinen Schnupfen behandeln zu können.

Auf der Pflegestelle hat man sich liebevoll um Max bemüht und versucht Vertrauen aufzubauen. Immerhin war er ein Streuner der den Menschen gemieden hat. Und schließlich musste er ja mit Medikamenten versorgt werden. Über die Zeit wurde sein Humpeln weniger und wir stellten fest das Max gar nicht so wild ist, wie ursprünglich angenommen. Ganz im Gegenteil, er wurde immer zugänglicher, suchte die Nähe und lies sich sogar streicheln. Ja er fauchte auch so manches mal, biss auch mal vorsichtig zu und der eine oder andere Prankenhieb wurde verteilt, aber ohne die Krallen auszufahren. Dieses rührte von seiner Unsicherheit im Umgang mit dem Menschen, denn das will ja nun mal gelernt sein. Die Pflegestelle konnte dann beobachten, dass Max sich nur auf dem Boden aufhielt oder in seiner Kuschelhöhle, aber gesprungen ist er nie.

Dann kam das Ergebnis der Blutuntersuchung: FiV positiv

Und vermutlich hat er Arthrose, nicht ungewöhnlich bei einem auf 12 Jahre geschätztem Kater.

Was nun? Mit der Diagnose können wir den Kater unmöglich wieder zurückbringen, das wäre unverantwortlich.

Da er sich in der Pflegestelle sehr positiv gezeigt hat, versuchten wir ihn in die Gruppe der anderen dort lebenden Pflegies zu integrieren, um zu sehen wie er sich mit den Katzen dort verträgt.

Kurz gesagt, es hat funktioniert. Nein ohne fauchen und zetern ist es natürlich nicht von statten gegangen, man muss und kann sich ja behaupten mit seinen geschätzten 12 Jahren. Und sein Kampfgewicht von früher hat er inzwischen auch wiedererlangt. Und nach einigen Monaten konnte und wollte er auch wieder springen.

Sein Lieblingsplatz die Kuschelhöhle aus der Anfangszeit hat er gegen das noch viel gemütlichere Bett eingetauscht. Allerdings muss er dieses mit Biene teilen … okay kein Problem die darf bleiben, ist ja Gentlemen und sie eine alte Dame. Und mit Digger (der andere Kater von einem Friedhof ) … das diskutieren wir in regelmäßigen Abständen noch immer aus.

Wir wünschen uns für Max Paten, die ihn dabei unterstützen ein sorgenfreies und schönes Leben auf der Pflegestelle verbringen können.

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Tierpatenschaft als Geschenk

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Die Tierpatenschaft, ein Geschenk, das von Herzen kommt.

Bei unserer Tierschutzarbeit stoßen wir immer wieder auf Katzen, die verletzt, krank oder misshandelt worden sind. Wir retten diese Katzen, Katzen, die sonst keine Chance auf ein liebevolles Leben hätten. Wir nehmen sie in unsere Obhut. Viele der Katzen benötigen eine tierärztliche Versorgung, intensive Pflege und Zuneigung. Alles dies tun wir, für ein lebenswertes Leben! Unterstützen Sie uns und unsere Sorgenkätzchen mit einer Tierpatenschaft!

Mit einer Geschenkpatenschaft schenken Sie nicht nur unseren Sorgenkätzchen eine Zukunft, sondern bereiten gleichzeitig lieben Verwandten oder Freunden eine Freude.

Sie als Schenkender übernehmen beim Verschenken der Patenschaft die Patenbeiträge, um unseren Schützlingen mit einem jährlichen Mindest-Betrag von 60,- Euro zur Seite zu stehen. Als Pate wird der von Ihnen Beschenkte eingetragen und erhält damit jährliche Informationen zu dem Patentier und zweimal im Jahr unsere Vereinszeitung SAMTPFOTE.

Mit der Übernahme einer Patenschaft erteilen Sie dem Katzenschutzbund Osnabrück e.V. eine Einzugsermächtigung. Ihr Patenbeitrag wird jeweils zum Anfang des Monats von Ihrem Konto eingezogen. Diese Einzugsermächtigung ist jederzeit widerrufbar.

Die Patenschaft ist steuerlich absetzbar, gerne senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zu. Wenn Sie eine Tierpatenschaft verschenken möchten, so füllen Sie bitte unser Geschenk-Patenschaftsformular aus.

Wählen Sie, ob Sie eine Tierpatenschaft für ein bestimmtes Tier verschenken möchten oder eine allgemeine Tierpatenschaft für die zahllosen Katzen, die wir an unseren Futterstellen betreuen.

Wir versenden die Urkunde mit der gewählten Tierpatenschaft an Sie als Schenkenden.

Download: Formular Geschenk-Patenschaft

Sie möchten selbst eine Tierpatenschaft übernehmen?

Dann lesen Sie bitte hier…

Theo

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…wurde im April 2017 vor einem Mehrfamilienhaus in Lechtingen aufgefunden. Er war sehr hungrig und sehr bemüht, einen Weg ins Haus zu finden. Die Finder hielten ihn für ein Jungtier vom Vorjahr und baten uns um Aufnahme. So kam Theo an einem Samstagabend zu uns.

Theo fiel auf durch eine sehr angespannte Körperhaltung, so dass wir eine Röntgenuntersuchung vornehmen ließen. Auf den Aufnahmen konnte man sehen, dass Theo an einer beginnenden Arthrose leidet, die sich in den Nervenkanal hinein ausbildet. Bei weiterem Fortschreiten der Erkrankung ist eine Lähmung nicht ausgeschlossen. Ein extrem gefüllter Darm und eine übervolle Blase lassen bereits erste Lähmungserscheinungen vermuten. Auf dem Röntgenbild war zusätzlich sein vergrößertes Herz erkennbar. Die Vermutung, dass es sich um ein noch sehr junges Tier handeln sollte, wurde von unserer Tierärztin wiederlegt, die Schätzung beläuft sich auf ein Alter von ca. 10 Jahren.

Theo hat ein extrem gutes Sozialverhalten, er hat sich rührend um unseren Diabetikerkater Bruno gekümmert. Er hat ihn immer sorgfältig geputzt und ihm den Vortritt beim Essen gelassen. Nach Brunos Tod war Theo ziemlich unglücklich, nun allein zu sein. So zog er um in unsere Baby- und Seniorenpflegestelle. Dort stellte sich heraus, dass er sich auch um die Erziehung unserer Flaschenkinder kümmern wollte.  Wir nennen Theo scherzhaft unseren „Sozialarbeiter“.

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Bruno

Bruno, auch ein ehemaliger Streuner.

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Update 09.06.2017
Wir mussten unseren Bruno in den Katzenhimmel schicken. Er konnte gar nicht mehr fressen, trotz aller Medikamente.
Komm gut über die Regenbogenbrücke, kleiner Mann.

Update 17.05.2017
Bruno geht es aktuell nicht so gut. Nach wie vor ist sein Zucker nicht einstellbar und er bekommt immer wieder Zahnfleischentzündungen.
Wir fürchten das er noch weiter abbaut und nicht mehr sehr lange bei uns sein wird.

Unser Bruno
Bruno ist Anfang 2014 in der Nähe unserer Futterstelle Schinkel bei einem Mitglied zugelaufen, die auch die genannte Futterstelle versorgt hat. Daher war es kein Problem, den Bruno mitzuversorgen. Wir hatten eine Schlafhütte zur Verfügung gestellt, die trocken in einem Carport aufgestellt wurde und die Bruno auch gerne angenommen hatte.
Im Herbst 2015 hatte Bruno plötzlich Probleme, seine Nahrung aufzunehmen. Ein Besuch beim Tierarzt ergab, dass er eine heftige Zahnfleischentzündung hatte und dass auch der ein oder andere Zahn nicht mehr gut aussah. Da unser Mitglied selbst einen längeren Krankenhausaufenthalt vor sich hatte, haben wir Bruno aufgenommen, um seine Probleme zu behandeln.
Die Zahnfleischentzündung entpuppte sich als sehr hartnäckig, in 2 OPs wurden ihm bis auf die Eckzähne sämtliche Zähne entfernt. Die Zahnfleischentzündung blieb, eine eitrige Augenentzündung kam noch hinzu. Wir entschlossen uns zu einem Bluttest, der das Ergebnis FIV-positiv zu Tage brachte. Mit Aufbaupräparaten haben wir versucht, sein Immunsystem zu stärken. Gegen die Entzündung bekam er Cortison und mehrfach täglich Augensalbe oder Tropfen.
Trotz aller Bemühungen wollte die Zahnfleischentzündung nicht vollständig abheilen. Auffällig war auch, dass Bruno super gut gefressen hat und trotzdem abgenommen hat. Ein weiterer Bluttest ergab, dass er jetzt auch noch Diabetes bekommen hatte.
Diabetes und die Vergabe von Cortison verträgt sich nicht gut, die Zuckerwerte steigen dadurch an. Also kein Cortison mehr, statt dessen morgens und abends Insulin spritzen. Interessant ist, dass ihm das Insulin insofern geholfen hat, dass die Entzündung im Maul kaum noch erwähnenswert war. Nur der Zucker ging nicht runter. Eine Erhöhung der Insulineinheiten brachte ebenfalls keinen Erfolg, so dass uns der Tierarzt ein anderes Insulin empfahl. Leider mit dem Ergebnis, dass Brunos Allgemeinzustand schlechter wurde, die Entzündungen im Maul und in den Augen traten wieder auf und der Zucker war noch genau so hoch.
Also alles wieder auf Anfang, Cortison und Antibiotika und das erste Insulin werden aktuell wieder verabreicht. Er sieht schon deutlich besser aus. Ob und wie wir seinen Diabetes in den Griff bekommen, steht noch in den Sternen. Wir werden daran arbeiten, sobald das Cortison wieder abgesetzt wurde.
Brunos Alter wird auf ca. 13 Jahre geschätzt. Er ist ein Traum von einem Kater, lieb und schmusig und in keiner Weise nachtragend. Er erträgt es geduldig, wenn ein Blutzucker-Tagesprofil erstellt werden muss und wir ihn alle 2 Stunden in die Ohren pieken, um den Blutzucker zu messen. Mit anderen Katzen ist er super verträglich, so ein ausgeprägt gutes Sozialverhalten kommt nicht so häufig vor. Er versteht sich wirklich mit jedem.
Natürlich soll Bruno seinen Lebensabend bei uns verbringen. Auch als versorgter Streuner hätte er draußen wenig Überlebenschancen. Daher wünschen wir uns für ihn Patenschaften, die ihn und uns bei seiner Versorgung unterstützen.

 

Charly

Update:
Charly musste heute am 01.12.2016 eingeschläfert werden. Vor einigen Monaten wurde noch eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt, die erfolgreich mit Medikamenten behandelt wurde. In den letzten Wochen merkte man deutlich das es mit ihm zu Ende ging. Er wurde unsauber und sein ganzes Verhalten änderte sich.
Nachdem er in den letzten Tagen nicht mehr richtig fressen wollte ging seine Betreuerin heute morgen mit ihm zum Tierarzt, und kam leider ohne ihn zurück.  Er hatte akutes Nierenversagen, und jeder weitere Tag wäre Quälerei gewesen. Er hat erstaunlich lange mit seinen Nierenwerten überlebt. Er wurde über 18 Jahre alt, damit hatte niemand gerechnet.
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Hier ein Bild von vor ca. 4 Wochen. Bis einen Tag vor seinem Tod wollte er immer noch regelmäßig nach draußen. Er hat ein tolles Leben gehabt, Dank an seine Betreuerin Edda.S.

Charly 2014

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Charly kam Mitte 2011 in unser Katzenhaus. Der Besitzer von Charly war verstorben und so kam er zu uns. Zu dem Zeitpunkt war er schon fast 13 Jahre alt und hatte sein Leben als Einzeltier zugebracht. Sein Sozialverhalten gegenüber anderen Katzen und auch Menschen war einfach fürchterlich. Er mochte nix und niemanden und zeigte sich häufig sehr aggressiv. Die Vermittlung gestaltete sich sehr schwierig und so kam er zunächst in eine Pflegestelle, wo er sich auch sehr gut machte. Von Anfang an zeigte er sich sehr selbstbewusst und wurde deutlich zugänglicher. Dort konnte er aber langfristig nicht bleiben. So erklärte sich eine ältere Dame und langjähriges Vereinsmitglied dazu bereit Charly als Dauerpflege zu übernehmen. Auch dort gestaltete sich das Zusammenleben mit Charly zunächst sehr schwierig. Er schlug gerne zu und biss die Betreuerin mehrfach in die Beine. Daraufhin wurde ihm Freigang gewährt, in der Hoffnung das es besser würde. Das war allerdings nicht so einfach, denn Charly wohnt im ersten Stock und musste ja immer durchs Treppenhaus hoch und runter. Draußen musste er erst mal sein Revier erkunden und sich auch dort einen Platz erobern. Gerade mit Nachbarskater Addi gab es so manche Kämpfe. Heute nach 3,5 Jahren in der Pflegestelle hat sich das Leben weitgehend normalisiert. Tägliche Streifzüge sind ein Muss. Er geht zur Tür und zeigt deutlich das er nun seinen Streifzug unternehmen möchte. Und er fordert sehr viel Aufmerksamkeit von seiner Betreuerin. Sie wird auch nicht mehr gehauen oder gebissen. Andere Menschen haben es sehr schwer mit ihm, er toleriert nur sehr wenige Menschen, die ihm aber auch sehr selbstbewusst und ohne Angst begegnen müssen. Ansonsten gibt es wie immer… Haue. Inzwischen haben sich aufgrund seines Alters die Nierenwerte verschlechtert. Es wird versucht durch passendes Futter die Nierenwerte zu verbessern. Die notwendigen Tierarztbesuche zur Kontrolle macht immer die ursprüngliche Pflegestelle. Die ist seitdem bei ihm völlig abgemeldet. Wir wünschen Charly noch ein langes Leben und suchen Paten die uns bei den Tierarztkosten unterstützen.